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Landrat Dr. Saftig zeichnet SHV-Pellenz aus

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Wie kann man die Lebendigkeit der Dörfer erhalten, wie kann man alle Generationen motivieren, sich für das Gemeinwohl zu engagieren? Im Rahmen des Projektes „Gemeinsam statt einsam“ hatte der Landkreis den Wettbewerb „Gute Ideen für ein gemeinsames statt einsames Leben im Landkreis Mayen-Koblenz“ gestartet. Am Donnerstag wurden in der Kolliger Hochkreuzhalle die Sieger geehrt.
Insgesamt zehn Initiativen schafften es aufs Treppchen. 25 Gruppen und Organisationen hatten an der Ausschreibung teilgenommen – zur Freude von Landrat Alexander Saftig. „Nie zuvor waren die älteren Menschen in unserem Landkreis so fit, kreativ und so voller Tatendrang wie heute“, sagte Saftig. Tatsächlich gehören die Senioren in unserer Region zu den größten Ideengebern. Kein Wunder also, dass in der Kategorie „Wir verstehen uns generationsübergreifend gut“ drei Preisträger ausgewählt wurden, deren Arbeit die Generationen verbindet. Den ersten Platz belegte die Ökumenische Arbeitsloseninitiative Vallendar. Die Idee dahinter: Erfahrene Senioren begleiten Schüler mit Lernschwierigkeiten. „Ältere fördern die Jüngeren, entlasten dabei vielleicht überforderte Familien und verhelfen den Kindern und Jugendlichen damit zu kleinen Lernerfolgen und begegnen ihnen mit Wertschätzung“, so Saftig lobend. Auf den zweiten Platz kam das Altenzentrum St. Johannes in Kooperation mit der Lebenshilfe und Streetwork aus Mayen. „Generationsübergreifend verbringen wir gemeinsame Zeit miteinander. Senioren erleben bei den regelmäßigen Treffs Dankbarkeit, Abwechslung und glückliche Stunden“, beschreibt Sarah Sondermann, die Streetworkerin des Jugendamtes Mayen, die Arbeit der Kooperation. Der Bauerngarten aus Bermel belegte den dritten Platz. Seit knapp einem Monat bietet Wilfried Hellen für Jung und Alt an, gemeinsam einen Garten inmitten des kleinen Vordereifelortes aufzubauen. Auf knapp 30 Quadratmetern werden Gemüse und Obstbäume gepflanzt. „Mit einem Preis hätte ich niemals gerechnet. Wir stehen ja noch ganz am Anfang“, freute sich Hellen. 1000 Euro für den ersten Preis erhielten auch der Seniorenhilfeverein Pellenz in der Kategorie „Wir helfen uns gegenseitig im Alter“ sowie die „AG Altern – Leben in Brey“ in der Kategorie „Wir treffen uns“.
„Wir haben uns im Landkreis frühzeitig auf den Weg gemacht, den demografischen Anforderungen gewachsen zu sein und sie auch mitzugestalten“, erklärte der Landrat.
Außerhalb der drei Kategorien hatte sich der Bürgerverein Oberfell beworben: Er erhielt für sein jahrelanges Engagement für Senioren im Dorf einen Ehrenpreis. „Station für Station sind sie in Oberfell ihrem Ziel etwas nähergekommen, eine Begegnungsstätte der Generationen, eine Seniorenwohnanlage und im gleichen Atemzug diesen Bürgerverein zu gründen, der für die vielen kleinen Hilfen im Alter Unterstützung bietet“, lobte Saftig das außergewöhnliche Engagement.
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